Freitag, 8. April 2016

Sprach Challenge Thai


 
Die erste Unterrichtsstunde ist geschafft und ich bin baff. Dass Thai zu den schwierigeren Sprachen gehört war mir von Anfang an bewusst, aber was ich da jetzt vor mir liegen habe wird auf jeden Fall eine persönliche Höchstchallenge.
Die Lehrerin, deren Name unaussprechlich ist und sie aus diesem Grund von ihren Schülern „Toy“ genannt wird, hält sich mit Ansage nicht an den vorgegebenen Arbeitsplan. Normalerweise vernachlässigt man die Schrift und lernt nach dem IPA-System lediglich das Verstehen und Sprechen, sie möchte aber sofort mit dem Alphabet beginnen. Ich find´s nicht schlecht.

An die 42 Konsonanten (mittel, hohe, tiefe, gepaarte und ungepaarte Konsonanten) und 19 Vokale, von denen es nochmal Ausnahmen und Zusatzzeichen gibt und und und….muss ich mich aber noch reichlich gewöhnen.
Die Schrift an sich finde ich persönlich wunderschön, aber auf den ersten Blick sieht noch alles gleich aus. Ganz viele Kringel und kleine Buchstaben über Großen (oder auch drunter, rechts oder links – das ist wohl jedem selbst überlassen), kaum zu erkennende Absätze…all diese Dinge muss ich die folgende Woche erst einmal verinnerlichen.
Über die thailändische Kultur wurde sich auch stark geäußert. Viele Teilnehmer des Kurses waren schon häufiger da, ob als Urlauber oder beruflich.
Auf der einen Seite schwärmten alle über die liebevolle Art und Wiese, wie einfach man in dem fremden Land aufgenommen wird, auf der anderen jedoch ließ man sich über das Quatschen und Tratschen hinter dem Rücken aus.
Die Bestätigung von Toy folgte sogleich. Es ist wohl üblich dem Touristen ins Gesicht zu lächeln und währenddessen schon auf Thai zu lästern, da der „blöde Touri“ das ja eh nicht versteht.
Umso besser, dass ich nun Einblicke in die Sprache bekomme und gegebenenfalls kontern oder zumindest den Satz „Danke, aber ich konnte das gerade verstehen“ ausplaudern kann.
Das Essen, die Landschaften, sowohl die Strände und das Meer als auch die Bergketten, Ladyboys und natürlich auch das nicht so gern besprochene Thema Sextourismus wurden erwähnt. Letztendlich wurde die erste Stunde viel gequatscht und wir haben nur einen Zettel in die Hand gedrückt bekommen mit folgenden Sätzen:

Sawadii ka                                         kun sabaai dii mai ka

Sa baai di krab                                  Lä kun la krab

Di tschan goo sabaai ka                    khoob kun ka

Di tschan tschüü Kati

Was so viel heißt wie: ”Guten Tag. Wie geht es dir?“ „Mir geht es gut, und dir?“ „Es geht mir auch gut. Danke“ und der letzte Satz „Ich heiße Kati“. Tadaaa, für entweder Spott oder Freude beim Begrüßen kann ich schon einmal sorgen.
Als Hausaufgabe haben wir einen riesigen Batzen Papier bekommen. Inhalt des ganzen sind natürlich die Vokale und Konsonanten in der Aussprache und ein Blatt, auf dem man die Buchstaben malen üben kann mit extra Hilfslinien, wie damals in den ersten beiden Klassen.
Noch bin ich mir nicht sicher, ob ich mich damit etwas übernommen habe - gerade jetzt, während ich mich mit meinem Spanisch und Englisch auf die Uni vorbereite - aber ich werde die Challenge antreten und abschließen, ob erfolgreich oder nicht. Zehn Wochen stehen noch vor mir. Ich halte euch auf dem Laufenden! Sawadii ka!

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