Montag, 14. Dezember 2015

Wie ich mich auf eine Reise vorbereite

Wo soll es überhaupt hingehen?
Generell versuche ich immer mit neuen Reisezielen zu überzeugen, egal, ob ich mit meinem Freund oder einer Freundin fahre.
Bis auf wenige Ausnahmen, wie die Familienurlaube, die entweder nach Österreich zum Skifahren und Snowboarden gehen, oder auf eine Insel zum Surfen, klappt das auch immer ganz gut.

Zunächst entscheide ich mich für

eine Richtung. Meist wache ich morgens auf und verspüre einfach die Lust auf eine bestimmte Gegend. Zuletzt war es zum Beispiel England/Schottland/Irland, also die Britischen Inseln generell.
Ich wusste genau, welche Freundin für diese Reise perfekt wäre und fragte sie, ob sie Lust hätte mitzukommen. Natürlich! Zur Auswahl standen dann
Glasgow, Dublin oder Oxford.
Dann geht es ans Recherchieren: Ich bin ein großer Fan davon, meine Informationen über bestimmte Städte aus anderen Reiseblogs zu suchen. Die meisten sind genauso wenig begeistert von den typischen Touritouren wie ich und somit kann man aus deren Blogs viel tiefere und interessantere Tipps rausziehen, als aus einem Marco Polo Reiseführer.
Zudem kostet diese Variante bloß Zeit und die gebe ich für so etwas gern aus.

Nachdem die Entscheidung für eine Stadt gefallen ist geht es noch tiefer in die Welt der Internetreiseblogs. Meist gebe ich bei der Suche schon die Dauer des Ausflugs an.
In meinem Fall wieder wäre es ein verlängertes Wochenende, sprich 3 Nächte und 4 volle Tage.
Weshalb ich das mache?
Die Trips meiner Schreibkollegen sind genauso komprimiert wie ich es brauche und aus deren Erfahrungen heraus kann ich gleich die Möglichkeiten ableiten, die man in der Stadt haben wird. Während meiner Recherche zu Valencia habe ich z.B. schon herausgefunden, dass die Metro ein Muss sein wird. Die Stadt ist riesig und weitläufig, Oxford (wofür wir uns entschieden haben) hingegen ist klein und man sagt, dass der „Fußbus“ ausreichend sei.

Positives und Negatives Feedback zu Hauptattraktionen sind ebenfalls wichtig. Ein erfahrener Weltenbummler hat schon eher ein Auge dafür, ob ein typisches Touriziel wirklich sehenswert ist oder ob man doch eher vom Weg abkommen sollte, um etwas Neues zu entdecken.
Häufig nennen die Kollegen auch schon gute und günstige Unterkünfte und laden ihre eigenen Fotos dazu hoch. Ein weiterer glaubwürdigerer Punkt, als aus dem teuren Reiseführer.
Fotos überzeugen generell immer und von denen gibt es meist sehr viele. Mit diesen Informationen schreibe ich mir dann die wichtigsten Punkte wie Unterkünfte und Fortbewegungsmöglichkeiten heraus, so dass ich wenn ich vor Ort bin gleich loslegen kann.

Danach wähle ich die Orte, Museen, Attraktionen aus, die ich sehen will und recherchiere gleich Preise und Kombinationsmöglichkeiten. In Valencia gab es zum Beispiel die „ValenciaCard“ mit der man die komplette „Ciudad de las Artes y las Ciencias“ sehen, umsonst mit den Bussen und der Metro fahren konnte und noch in zig anderen Museen Rabatte bekam.
Danach sammle ich alle wichtigen Dokumente zusammen (Reisepass, Kreditkarte, ggf. Visum etc.) und buche den Flug. Manchmal buche ich im Internet, aber für überkontinentale Flüge gehe ich meist noch in mein Reisebüro des Vertrauens vor Ort.
Zuletzt wird noch das Reisetagebuch vorbereitet, indem ich die ganzen Infos noch einmal sauber eintrage (meist auch schon in der geplanten Reihenfolge) und dann kann die Vorfreude starten!
Bis jetzt lag ich mit dieser Taktik und den daraus abgeleiteten Informationen immer richtig und meine Urlaubs- und Attraktionsziele waren jedes Mal wahnsinnig schön. Es hält mich also nichts davon ab, weiterhin durch wunderschön gestaltete und sehr gut geschriebene Blogs anderer Weltenbummler zu scrollen.
 

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