Dienstag, 20. Oktober 2015

Lech am Arlberg - Snowboarden 2015

Wer mich kennt, weiß dass ich keine langweiligen Roadtrips unternehme und immer ein wenig Adrenalin verprassen muss, damit ich abends zufrieden einschlafen kann. Meine Familie und ich fahren mittlerweile seit 15 Jahren zum Skifahren und nun auch zum Snowboarden nach Österreich, genauer gesagt nach Lech am Arlberg. Lech ist eins der größten Skigebiete in den Alpen. Wir verbringen unseren Urlaub im Gasthaus Gallus, dessen Besitzer ich schon mein Leben lang kenne. Es ist immer wieder wunderschön in der Familie aufgenommen zu werden und jährlich die Neuigkeiten austauschen zu können.

Dieses Jahr war zum ersten Mal mein Freund mit im Gepäck. Es war sein erster Schneeurlaub in den Bergen überhaupt und er war dementsprechend aufgeregt und hat sich tierisch gefreut. Dinge, die für mich schon zur Normalität geworden sind, faszinierten ihn, wie zum Beispiel die vorbeidüsenden Schneeraupen, die typischen kleinen Zwiebeldach Kirchtürme und die
enorme Aussicht generell, welche mich aber auch immer wieder erstaunen lässt.

 
Zum Aufwärmen haben wir einen Tag im Snowdom in Bispingen verbracht, um uns schnell an die Bretter zu gewöhnen. Nichtsdestotrotz haben wir uns in einer Snowboard Gruppe angemeldet. Zum einen um unser Können zu verbessern, zum anderen um schnell Anschluss zu finden und neue Leute kennen zu lernen. Die Gruppe bestand aus 5 Leuten, allesamt hatten wir Spaß am Fahren und die tägliche Dosis Funpark durfte auch nicht fehlen.
Entweder traf man sich gleich am Nachmittag beim Aprés-Ski wieder oder abends in den wenigen Clubs im Ort, um auch noch das Tanzbein zu schwingen.
Mein Bruder ist unteranderem Sportstudent und war dieses Jahr zum ersten Mal Skilehrer in Lech. Ich kann mich noch ganz genau daran erinnern, dass er vor zig Jahren schon diesen einen Wunsch hatte. Nun ist er in Erfüllung gegangen - eiskalt durchgezogen!! Ich bin richtig stolz auf ihn, da ich manchmal daran zweifle, ob er so alles auf die Reihe kriegt. <3   

 
 
Nachmittags sind wir häufig noch zu dritt unterwegs gewesen und den „weißen Ring“ gefahren. Eine Strecke, die sich durch 3 Skiorte erstreckt und insgesamt fast 22km präparierte Piste aufweist. Hier werden seit 1940 Rekorde gebrochen und jegliche Profiskifahrer haben den Wusch diese Strecke einmal zu fahren. Von blauen Pisten über Schwarze zu unbeaufsichtigten Routen ist dort alles zu finden. Ein jeder kann sich hier austoben, was wir natürlich sofort gemacht haben.
Um auf den Boden der Tatsachen zurückzufinden war unser Vater noch dabei, mit seiner Freundin und deren Kinder. Ein oder zwei Mal haben wir uns nachmittags zum Essen auf der Hütte getroffen oder abends eine Runde Karten gespielt. Immerhin war es noch ein Familienurlaub, da darf man solche Dinge nicht auslassen. 


Mit dem Wetter hatten wir dieses Jahr weniger Glück. Teilweise waren die Schneestürme so stark, dass fast alle Pisten gesperrt waren. Nichtsdestotrotz haben wir die Woche sehr gut ausgenutzt. Zur Not hätten wir aber noch ein Snowskate im Gepäck gehabt, mit dem wir im Hinterhof hätten üben können.
Allesamt können wir den nächsten Schneeurlaub kaum mehr erwarten. Ich habe mir vorgenommen ab jetzt zwischen dem Snowboard und den Ski zu wechseln, um bei beiden Sportarten am Ball zu bleiben. Mein Freund hat jetzt auch Blut geleckt und da wir ihm zu Weihnachten sein eigenes Board schenken werden, hoffe ich, dass ich diese langjährige Tradition einer weiteren Generation weitergeben kann.  



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